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Jan von Wille, Künstler in 6. Generation, inszeniert seine Arbeiten mit hauchdünnem Blattgold in Verbindung mit reinen Farbpigmenten. „Gold assoziiert gleichzeitig Spiritualität und Status“ sagt von Wille. „Und kein anderes Material hat eine derartige bewegte Geschichte“. Geht man davon aus das weit über die Hälfte des auf der ganzen Welt verarbeiteten Goldes eine blutige Vergangenheit hat, zeigt von Wille durch seine Arbeiten, dass Gold auch ein „simples Material“ zum Malen sein kann.

Seine Werke werden von der Ambivalenz von Schönheit und schmerzvoller Geschichte durchzogen. Die Aufmerksamkeit in seinen Werken liegt auf der ursprünglichen Kraft von Gold. Kein Pinselstrich zu viel und keiner zu wenig.

Gold als Kontrastpunkt und als Spiegel der Seele.

Serie „Golden Symphony“

Die Kunst der Blattgoldherstellung

Das reine Gold wird geschmolzen und in 2-5 Millimeter dicke Barren gegossen. Diese Barren werden anschließend in noch glühendem Zustand mehrfach geschmiedet um die Geschmeidigkeit des Goldes zu bewahren. Danach wird es gewalzt und in Quadrate geschnitten. Die Stärke beträgt in diesem Zustand ungefähr die von Zeitungspapier (1/33 mm). 500 dieser Quartiere werden zwischen Pergamentpapier übereinander gelegt und in mehreren Arbeitsgängen vom sogenannten Goldschläger mit einem Federhammer immer wieder geschlagen. Danach werden die Blätter zwischen Lagen von präpariertem Ochsenblinddarm  gelegt, mit feinstem Fasergips eingestäubt und –  weiter geschlagen. Zum Schluss beträgt die Dicke des Blattgoldes etwa 1/9000 Millimeter.

Ein Gramm Gold ergibt dabei eine Fläche von etwa einem halben Quadratmeter.